20th
Rezension
Unter den Medizinbloggern gibt´s ja tatsächlich einen, der seine Gedanken auch schon auf das Material gebannt hat, auf dem die meisten Politiker Inhalte aus dem Internet konsumieren: Papier.
“…Leben retten und so…” nennt sich der Erstling aus dem Hause Medizynicus, in welchem es den Nachwuchsmediziner ins beschauliche Bad Dingenskirchen verschlägt. Hier sind zwar die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung recht eingeschränkt, der Protagonist wird hierdurch jedoch nicht so arg berührt, da der überwiegende Teil seines Lebens ohnehin im örtlichen Kreiskrankenhaus stattfindet. Hier wimmelt es nur so von verschiedenen Prototypen Angehöriger medizinischer Fachberufe: Vom gestreng-cholerischen Chef über den arbeitsscheuen Kollegen bis hin zur netten jungen OP-Schwester, dürften den meisten im medizinischen Bereich Tätigen so einige Figuren bekannt vorkommen.
Das ganze kommt sympathisch unprätentiös und humoristisch gefärbt in Episodenform daher und ist natürlich alles nicht zu ernst zu nehmen. Dabei steht jedoch vieles in diesem Buch exemplarisch für Dinge, die so oder ähnlich viele von uns Medizinberuflern bereits im echten Leben schon einmal erlebt haben. Ich beispielsweise finde mich aktuell in den ersten Kapiteln sehr gut wieder und das Buch war in meiner Examensvorbereitung eine echte Stütze, dafür dem Autor vielen Dank, um Fortsetzung wird gebeten.
Wer sich jetzt fragt wie er der 88 vergnüglichen Seiten habhaft werden kann, der findet das Werk beispielsweise bei Amazon.